Stefan Kerner
kandidiert für das Amt des Präsidenten
Geburtstag: 16. Januar 1982
Familienstand, Kinder: verheiratet, drei Kinder
Wohnort: Erlenbach, Landkreis Heilbronn
Berufsausbildung und Betrieb:
- 2002 - 2006 Studium an der Fachhochschule Nürtingen im Studiengang Agrarwirtschaft
- 2006 Neugründung eines Betriebszweiges in der Direktvermarktung
- Seit 2008 Betriebsinhaber eines Marktfruchtbaubetriebes sowie eines Weinbaubetriebes
Betriebsschwerpunkte: Ackerbau mit Spezialkulturen, Weinbau, Herstellung von Speiseölen, Direktvermarktung
Funktionen im LBV und Branchenverbänden:
- Seit 2017 Mitglied im Vorstand des Bauerverbandes Heilbronn-Ludwigsburg e. V.
- Seit 2022 Kreisvorsitzender des Bauernverbandes Heilbronn-Ludwigsburg e. V.
- Seit Herbst 2022 Mitglied des Geschäftsführenden Vorstand im Landesbauernverband in Baden-Württemberg e. V.
- Seit 2022 Vorsitzender im Fachausschuss Pflanzenbau und Nachwachsende Rohstoffe im Landesbauernverband in Baden-Württemberg e. V.
- Seit 2022 Mitglied im Fachausschuss Öffentlichkeitsarbeit im Landesbauernverband in Baden-Württemberg e. V.
- Seit 2022 Mitglied in den DBV-Fachausschüssen Getreide und Saatgut
Weitere ehrenamtliche Tätigkeiten:
- zuvor verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten in Erzeugergemeinschaften, Genossenschaften und Vereinen
Fragen zu Ihrer Motivation:
Warum stellen Sie sich zur Wahl?
Jung.
Dynamisch.
Generationenwechsel.
Für diese drei Schlagworte stehe ich ein. Nach 20 Jahren Präsidentschaft mit sehr guter Arbeit ist jetzt der Moment für etwas Neues. Diesen Wechsel will ich anführen – deshalb bewerbe ich mich um das Amt des Präsidenten des Landesbauernverbandes. Mit einem Ohr für die Vergangenheit und einem Weitblick in die Zukunft ist mein Ziel, eine bessere Akzeptanz der Landwirtschaft in der Gesellschaft. Landwirtschaft soll wieder spürbar und erlebbar werden – mitten in der Gesellschaft, nicht am Rand.
Als Landwirt und Betriebsleiter bin ich mit Familie und Kindern fest in der Region verwurzelt – genau diese Nähe lebe ich auch beruflich: Durch unseren Betriebszweig, die Direktvermarktung, stehe ich im permanenten Austausch mit den Verbrauchern. Mir ist wichtig, unsere ehrliche Arbeit transparent zu machen, um Wertschätzung und Leidenschaft für unseren Berufsstand neu zu entfachen.
Ich stehe ein für die Interessen unserer Landwirtinnen und Landwirte – mit einer klaren Linie und Haltung. Dabei spielt die Form der Landwirtschaft, ob konventionell oder ökologisch, für mich keine Rolle: Es geht um den Berufsstand. Damit unser schönes Ländle Baden-Württemberg lebens- und liebenswert bleibt, will ich gemeinsam mit Ihnen als starkem Verband für eine zukunftsfähige Landwirtschaft einstehen.
Was wollen Sie in diesem Amt erreichen?
Ich bewerbe mich um das Amt des Präsidenten, weil ich überzeugt bin: Jetzt ist der Moment, die Schere zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft nicht nur zu verkleinern, sondern entschlossen zu schließen. Nur wer gehört wird, kann Druck ausüben und politische Interessen durchsetzen.
Für das, was wir erzeugen – ob in der Tierhaltung, im Ackerbau, Sonderkulturbereich oder im Energiesektor – fordere ich den Respekt und die Wertschätzung ein, die uns zusteht, für das Produkt genauso wie für die Arbeit dahinter. Wenn diese Wertschätzung wächst und die Erlöse innerhalb der Wertschöpfungskette endlich fair verteilt werden, sind unsere Betriebe stabil, zukunftsfähig und unternehmerisch frei. Für diese Rahmenbedingungen werde ich kämpfen – im Team, gemeinsam mit dem Präsidium, den Kreisverbänden und dem Hauptamt.
Wir haben hervorragend ausgebildete Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter, die ihr Handwerk gelernt haben. Politik, Gesellschaft und Umweltverbände müssen wieder Vertrauen zu uns fassen – und sich darauf verlassen können, dass wir unseren Auftrag, die Ernährungssicherung der Bevölkerung, mit vollem Einsatz erfüllen. Die besten und sichersten Lebensmittel werden auf unseren Höfen erzeugt. Wir sind keine „Kalenderbauern“ – es bedarf einer Agrarpolitik mit Praxisverstand.
Ich will junge Menschen, die den Berufsweg als Landwirtin oder Landwirt einschlagen, bestärken, in neue, innovative Zweige zu investieren.
Landwirtschaft hat Zukunft – dafür braucht es Mut, Kraft und Ausdauer.
