Roswitha Geyer-Fäßler
kandidiert für das Amt der Vizepräsidentin
Geburtstag: 6. August 1977
Familienstand, Kinder: verheiratet, drei Kinder
Wohnort: Wangen-Karsee, Landkreis Ravensburg
Berufsausbildung und Betrieb:
- 1995 – 1998 Ausbildung zur Bankkauffrau
- 2007 Heirat auf den Hof, ab 2016 in einer GbR
- 2010 Einjährige Ausbildung zur ländlichen Hauswirtschafterin
Betriebsschwerpunkte: Bio-Milchviehbetrieb mit Nachzucht, Wald, Stromerzeugung (PV Dach), Vertragsnaturschutz
Funktionen im LBV und Branchenverbänden:
- Seit 2007 im Vorstand Bauernverband Allgäu-Oberschwaben e. V.
- Seit 2021 stellv. Vorsitzende Bauernverband Allgäu-Oberschwaben e. V.
- Seit 2022 Vizepräsidentin des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg e. V.
- Seit 2022 Vorsitzende des LBV-Fachausschusses Milch
- Seit 2022 Verwaltungsrat Tierseuchenkasse Baden-Württemberg
- Seit 2024 Mentorin beim DBV-Kompass-Programm
Weitere ehrenamtliche Tätigkeiten:
- Seit 2009 Ortschaftsrätin in Karsee
- Seit 2014 Gemeinderätin der Großen Kreisstadt Wangen im Allgäu
- Seit 2024 Kreisrätin im Landkreis Ravensburg
Fragen zu Ihrer Motivation:
Warum stellen Sie sich zur Wahl?
Seit vielen Jahren schlägt mein Herz für unsere Landwirtschaft und dem damit verbundenen ländlichen Raum. Ich bewerbe mich für das Amt der Vizepräsidentin im LBV, damit ich unseren Bäuerinnen und Bauern weiter eine starke Stimme sein kann – klar, sachlich und mit Rückgrat.
Durch mein vielfältiges ehrenamtliches Engagement, das früh bei der Landjugend begann und deren Bundesvorsitzende ich war, konnte ich mir ein großes Netzwerk aufbauen. Diese Zeit hat mich geprägt und mir gezeigt, wie durch persönlichen Einsatz gemeinsam an der Sache erfolgreich gearbeitet werden kann.
Dieses Handwerkszeug setze ich bei meiner kommunalpolitischen Arbeit und in vielfältiger Weise beim Berufsstand ein. Mit einem klaren Ziel vor Augen können wir Dinge umsetzen und für unsere Heimat viel erreichen.
Mir ist wichtig, dass unsere gut aufgestellte Landwirtschaft in Baden-Württemberg Zukunftsperspektiven hat. Höchstes Ziel ist dabei, dass unsere Betriebe von ihrer täglichen Arbeit leben können. Dafür brauchen wir den Zusammenhalt innerhalb unserer Branche genauso wie verlässliche Rahmenbedingungen. Unser Ehrenamt im Verband ist stark, unsere Mitarbeiter auch. Unser Anspruch muss sein, auf allen politischen Ebenen der erste und verlässliche Ansprechpartner für die Landwirtschaft zu sein!
Verwurzelt auf unserem Milchviehbetrieb erlebe ich die täglichen Herausforderungen hautnah. Ich möchte zuhören, unterschiedliche Interessen bündeln und klare Position beziehen, wo es für unsere Betriebe notwendig ist.
Was wollen Sie in diesem Amt erreichen?
Unsere landwirtschaftlichen Betriebe in Baden-Württemberg sind breit aufgestellt. Vielfältig in den Regionen und Produktionsschwerpunkten, biologisch oder konventionell bewirtschaftet. Wir leben in einer Gunstregion.
Damit dies auch künftig so bleibt, braucht es praxistaugliche Rahmenbedingungen von Seiten der Politik und Augenhöhe mit dem vor- und nachgelagerten Bereich. Unsere Betriebe müssen von ihrer Arbeit leben und Investitionen planen können.
Die Tierhaltung liegt mir besonders am Herzen, wir brauchen hier ein klares Bekenntnis – für Tiere in unserem Bundesland! Tierhalter brauchen Perspektiven, die in unsere Regionen passen und Tierwohl mit Wirtschaftlichkeit verbinden. Es gilt einen „Bauturbo“ zu installieren. Unser Nachwuchs ist bestens ausgebildet und darf nicht ausgebremst werden.
Der Naturschutz spielt für mich ebenfalls eine große Rolle. Doch es gilt: Wir brauchen die Doppelnutzung der Flächen, ein „entweder – oder“ ist nicht zielführend und bringt zu viele Grabenkämpfe mit sich. Ich setze mich deshalb für ein Miteinander ein. In der Diskussion erfordert das eindeutige Standpunkte. Unsere Bäuerinnen und Bauern sind hier Teil der Lösung und nicht das Problem.
Ich setze auf den Dialog mit unseren Verbrauchern, auch um die regionale Wertschöpfung zu stärken. Wir sollten selbstbewusst zeigen, was wir täglich für regionale Lebensmittel, mehr Biodiversität und den Erhalt unserer Kulturlandschaft leisten.
Dafür möchte ich mich mit ganzer Kraft einsetzen.
