Hans-Benno Wichert

kandidiert für das Amt des Präsidenten

Geburtstag: 10. Dezember 1969
Familienstand, Kinder: verheiratet, vier Kinder
Wohnort: Oberdischingen, Alb-Donau-Kreis

Berufsausbildung und Betrieb:

  • 1986 – 1988 Zweijährige Ausbildung zum Beruf Landwirt
  • 1988 – 1989 Einjähriges Berufskolleg zum Erwerb der FH-Reife in Ulm (Baden-Württemberg)
  • 1989 – 1992 Studium der Agrarwirtschaft an der Fachhochschule Nürtingen (Baden-Württemberg)
  • Seit 1991 Betriebsleiter und Eigentümer des landwirtschaftlichen Ausbildungsbetriebes „Schloßgut Zink“ in Oberdischingen (Baden-Württemberg)
  • Betriebsschwerpunkte: Ackerbau und Schweineherdbuchzucht


Funktionen im LBV und Branchenverbänden:

  • Seit 1994 Mitglied im Landesvorstand des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg e.V.
  • Seit 2005 Präsident des Schweinezuchtverbandes Baden-Württemberg e.V.
  • Seit 2006 Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg e.V.
  • Seit 2008 Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes der Land- und Forstwirtschaft in Baden-Württemberg e.V.
  • Seit 2014 Vizepräsident des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg e.V.
  • Seit 2015 Vorsitzender von Agrarkontakte International (AKI) e.V.
  • Seit 2022 Vorsitzender des Landesmarktverbandes Baden-Württemberg
  • Seit 2022 Präsident des Gesamtverbandes der deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände e.V.

Weitere ehrenamtliche Tätigkeiten:

  • 1994 – 2019 Gemeinderat der Gemeinde Oberdischingen
  • 1999 – 2009 Erster stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Oberdischingen
  • 2004 – 2009 Mitglied des Kreistages des Alb Donau Kreises 

 

Fragen zu Ihrer Motivation:

Warum stellen Sie sich zur Wahl?

Mein ganzes Leben ist geprägt vom Ehrenamt und vom Einsatz für die Landwirtschaft und die Menschen, die ihr ein Gesicht geben – die Bäuerinnen und Bauern. Der Beginn meiner ehrenamtlichen Tätigkeit in der Landjugend hat für mich eine besondere Bedeutung. Hier erlebte ich, dass politisches Engagement nicht nur Spaß machen kann, sondern am Ende auch Erfolg für die Gemeinschaft bringt. Dieser gemeinschaftliche Erfolg ist eine der wertvollsten Erfahrungen für mich. Ich durfte danach in unterschiedlichen berufsständischen und kommunalpolitischen Gremien tätig sein. Mein landwirtschaftliches Engagement im Land führte mich auf Bundesebene bis hin zum Amt des Präsidenten der europäischen Jungbauern. All diese Stationen haben mich geprägt und motivieren mich, Dinge anzupacken und zum Besseren zu verändern. 

Mehr denn je bin ich überzeugt davon, dass wir eine starke, handlungsfähige und kompetente Interessenvertretung brauchen, die auch mobilisieren kann. Die Bauernproteste waren für mich ein sehr eindrückliches Erlebnis. Hier haben wir mit unserem starken Ehrenamt und unseren motivierten Hauptamtlichen im Verband vieles bewegt. Zudem haben wir in den letzten Jahren gesehen, wie wichtig es ist, Allianzen mit anderen Gruppierungen im ländlichen Raum zu bilden. Mit meiner Verankerung in der praktischen Landwirtschaft und meiner Erfahrung aus meinen ehrenamtlichen Tätigkeiten sehe ich mich gut gerüstet für das Amt des LBV-Präsidenten. Mit großem Respekt blicke ich auf diese wichtige Aufgabe.

Was wollen Sie in diesem Amt erreichen?

Die Landwirtschaft in Baden-Württemberg erlebe ich als innovativ und an gesellschaftlichen Ansprüchen orientiert. Wir Bäuerinnen und Bauern sind oft Problemlöser für die gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft. Was ich vermisse, ist die politische Anerkennung für unsere Leistungen vor Ort. Stattdessen wird zum Beispiel die Naturschutz-Kulisse immer weiter vorangetrieben und damit die regionale Erzeugung von Lebensmitteln beschnitten. Wir diskutieren mehr über den Biber als über Ernährungssicherheit in einer krisengeschüttelten Welt. In unserer kleinstrukturierten Landwirtschaft spielt die Tierhaltung eine tragende Rolle. Sie sorgt für mindestens 50 % des Einkommens und trägt zur ökologischen Vielfalt bei – deshalb braucht unsere Tierhaltung eine verlässliche Zukunft! 

Wir brauchen generell mehr Gewicht gegenüber unseren Handelspartnern. Wir Landwirte wollen und müssen ernsthafte Partner sein! Arbeitsintensive Sonderkulturen wie Wein, Obst und Gemüse gehören zu Baden-Württemberg. Durch maßlose Steigerungen beim Mindestlohn ist auf Dauer eine heimische Produktion nicht mehr wettbewerbsfähig – hier braucht die Landwirtschaft Ausnahmen. Besonders unsere jungen, gut ausgebildeten Landwirtinnen und Landwirte brauchen klare Perspektiven und Planungssicherheit, damit sie in ihre Zukunft investieren können. 

Wenn wir als Berufsstand von unseren Mitgliedern her denken und geschlossen auftreten, werden wir auch in Zukunft gemeinsam viel erreichen. Dafür stehe ich.

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