“Der Preissturz bei der VEZG-Notierung auf nun 1,40 Euro ist ein weiterer Schlag in die Magengrube der Schweinehalter. Damit rutschen die Schweinemast und Ferkelerzeugung noch weiter ins Defizit, pro Mastschwein beträgt der Verlust momentan mindestens 50 Euro! Ferkel werden momentan für gerade einmal 30 Euro verramscht, das ist eine bodenlose Frechheit”, so Wichert. "Die Situation ist ernst, viele Betriebe bekommen dadurch zunehmend Liquiditätsprobleme und sind in ihrer Existenz bedroht. Tierhaltung ist in Baden-Württemberg aber ein wesentlicher Bestandteil des betrieblichen Einkommens, fällt diese weg, lohnt sich die Landwirtschaft aus ökonomischer Sicht kaum noch. Wir haben unsere Botschaft daher klar an Landwirtschaftsministerin Marion Gentges adressiert und eingefordert, dass die gemeinsam beschlossenen Ziele des Strategiedialog Landwirtschaft nun schnellstmöglich in die Tat umgesetzt werden müssen. Um der heimischen Produktion noch eine Perspektive zu geben, müssen alle Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Ferkel bis zum fertigen Schnitzel auf dem Teller, gemeinsam zusammenstehen und ihre Zusagen umsetzen. Wir dürfen die Versorgung mit Lebensmitteln nicht aus der Hand geben, Ernährungssicherheit muss weiterhin das Ziel bleiben, das gelingt nur gemeinsam mit uns Landwirten. Wer regionale Produkte mit entsprechenden Tierwohlvorgaben will, muss auch bereit sein, einen Preis zahlen, der die Produktionskosten deckt.“
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