Die ursprünglich zum 2. Februar von der Müllergruppe geplanten Änderungen an der Abrechnungsmaske hatten auf den landwirtschaftlichen Betrieben verständlicherweise zu Irritationen und Unmut geführt. Vor diesem Hintergrund fand am 24. Februar ein gemeinsames Gespräch mit der Müllergruppe, dem KBV Ulm-Ehingen und dem Landesbauernverband statt. Ziel war es, die Auswirkungen der Anpassungen auf die Betriebe zu erörtern und bestehende Kritikpunkte deutlich anzubringen.
Inzwischen hat die Müllergruppe auf die Rückmeldungen reagiert und am 16. März ein weiteres Lieferantenschreiben veröffentlicht. Darin werden die angesprochenen Punkte aufgegriffen und die im Gespräch zugesagten Anpassungen umgesetzt. Konkret gilt: Der neue Abrechnungsfaktor für das Fleischmaß wird aktuell nur bis zu einem Abzug von maximal 3 Cent angewendet. Eine Ausweitung auf bis zu 5 Cent ist erst ab dem 1. Januar 2027 vorgesehen. Auch die Änderungen beim Tiergesundheitsbonus wurden verbessert und treten nun erst zum 1. Juli 2026 in Kraft.
Hans-Benno Wichert, LBV-Vizepräsident und Vorsitzender des Fachausschusses Vieh und Fleisch, betont: „Es ist ein wichtiges Signal, dass die Müllergruppe unsere Kritik aufgegriffen und nachgebessert hat. Das ist ein gutes Beispiel für gelebte Partnerschaft entlang der Wertschöpfungskette. Entscheidend ist jedoch, dass wir künftig nicht erst reagieren, wenn Probleme bereits entstanden sind. Wenn sich Veränderungen am Markt abzeichnen und Anforderungen auseinandergehen, müssen alle Beteiligten frühzeitig miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln, die auch in den Betrieben praktikabel und wirtschaftlich rentabel umsetzbar sind. Der Bauernverband bleibt dabei zentrale Schnittstelle – sowohl für unsere Mitglieder als auch für die Marktpartner entlang der Wertschöpfungskette.“


