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Bauernverband: Kauf heimischer Christbäume sichert nachhaltige Waldwirtschaft im Land +++ 13.12.2007 +++

Präsident Rukwied: Weihnachtsbäume aus heimischer Erzeugung tragen zur Einkommenssicherung land- und forstwirtschaftlicher Betriebe bei – Holz aus dem Land als Beitrag zur nachhaltigen Sicherung unserer Wälder – Bauern durch Waldschäden, intensive Nutzung des Waldes als Freizeitraum und bürokratische Auflagen belastet

„Wenn sich unsere Mitbürger Weihnachtsbäume aus Baden-Württemberg ins Wohnzimmer stellen, erhalten sie besonders edle, schöne und frisch geschnittene Tannen, Fichten und sonstige Nadelbäume. Zudem können langwierige und teure Transporte aus fernen Ländern vermieden werden. Schließlich helfen die Erlöse aus Weihnachtsbaumkulturen unseren Bauern, ihre Existenz zu sichern.“ Das erklärt Joachim Rukwied, Präsident des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg (LBV), zur diesjährigen Weihnachtsbaumsaison.

Die Waldbauern im Land seien auf eine stärkere Holznutzung angewiesen. Nur so könnten sie durch intensivere Pflege und höheren Einschlag die Stabilisierung des nach wie vor kritischen Waldzustandes fördern. Gut 40 Prozent der Waldfläche in Baden-Württemberg sind nach dem neuen Waldzustandsbericht 2007 deutlich geschädigt. Noch immer leiden die Bäume an den Auswirkungen des extremen Trockenjahres 2003. Wie grundsätzlich im Naturschutz, gelte auch bei der Waldgesundheit das Motto „Schützen durch Nützen“, betont Rukwied. Dazu sei eine regelmäßige und nachhaltige Holznutzung unerlässlich.

„Eine stärkere Holznutzung aus heimischen Wäldern ist nicht nur aus waldbaulichen und Umweltüberlegungen zu begrüßen. Wir brauchen sie auch, um die Pflege- und sonstigen Kosten im Waldbau zu decken“, sagt Rukwied mit Blick auf unbefriedigende Unternehmensergebnisse der Betriebe mit Waldbau. Die auch im Zuge der höheren Energiekosten gestiegenen Holzpreise seien „dringend notwendig“. Der Bauernwald müsse wieder wie vor etwa 20 Jahren zur „Sparkasse der Waldbauern“ werden.

Im dicht besiedelten Baden-Württemberg haben die Wälder eine wichtige Erholungsfunktion. Der Bauernpräsident hofft, dass „der Wert unserer Wälder für die Erholung suchenden Mitbürger nicht erst dann erkannt und geschätzt wird, wenn es zu spät ist“. Manche Menschen brächten durch unüberlegtes Freizeitverhalten den Wald an die Grenze seiner Belastbarkeit – obwohl doch die Borkenkäfer, Dürre, Wind und Wetter ihm schon genügend zusetzen würden. Die überwiegende Mehrheit der Jogger, Radfahrer, Reiter, Mountainbiker, Spaziergänger und sonstigen Erholungssuchenden würde sich jedoch vernünftig im Wald verhalten, betont Rukwied. „Unser gemeinsames Ziel sollte es sein, dass dies so bleibt.“

Rukwied warnt vor steigenden Auflagen für die Waldbauern, die – wie alle land- und forstwirtschaftlichen Betriebe – bereits durch viel zu hohen bürokratischen Aufwand belastet würden. Die vom Bundeswaldgesetz gewollte ordnungsgemäße, nachhaltige und naturnahe Waldbewirtschaftung müsse endlich durch konkreten Bürokratieabbau gewährleistet werden.

„Unserer Gesellschaft müssen die Leistungen der Waldbauern zukünftig mehr wert sein“, fordert Rukwied. Das gelte ebenso für die Waldfunktionen im Erholungs- und Freizeitbereich sowie als grüne Lunge im dicht besiedelten Baden-Württemberg.


Aktuelle Fotos von Präsident Joachim Rukwied können Sie im Internet unter dem Menüpunkt „Presse“ auf www.lbv-bw.de herunterladen.

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06.02.2008

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