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Bauernverband: Auf Milcherzeuger ist Verlass – Lebensmittel sind mehr wert! +++ 11.12.2007 +++

Präsident Joachim Rukwied fordert Aldi, Lidl und die anderen Dis-counter auf, die Preise für Butter und Milcherzeugnisse nicht zu Lasten der Milcherzeuger zu senken – An der Preisschraube nach unten zu drehen, gibt ein falsches Signal an die Verbraucher – Wer die Milchwirtschaft im Land nachhaltig sichern will, muss jetzt dazu beitragen, das Erzeugerpreisniveau zu stabilisieren

„Auf unsere Milchbauern in Baden-Württemberg ist Verlass!“ Das betont Joachim Rukwied, Präsident des Landesbauernverbandes (LBV), in Anspielung zum Wer-bespruch „Auf Aldi Süd ist Verlass“ des größten deutschen Discounters.

„Unsere Milchviehhalter im Land erzeugen hochwertigen Rohstoff für Milchdelika-tessen verschiedenster Art. Zudem pflegen sie unsere typische Kulturlandschaft. Ohne diese Leistungen ginge nicht nur der Freizeitwert für die Bevölkerung rapide zurück, sondern kämen Tourismus, Hotellerie und Gastronomie in weiten Teilen des Landes in wirtschaftliche Schwierigkeiten“, erläutert Rukwied den Zusammen-hang zwischen einer nachhaltig existenzfähigen Milcherzeugung und -verarbeitung sowie weiteren Wirtschaftszweigen im Land.

Aldi Süd und Lidl haben seit dieser Woche den Preis für deutsche Markenbutter um 20,2 Prozent von 1,19 auf 0,95 Euro je 250-Gramm-Päckchen gesenkt. Auch andere Discounter haben in derselben zweistelligen Größenordnung ihre Preise für Butter herabgesetzt, beispielsweise der zum Lidl-Konzern gehörende Handels-hof für Landliebe-Butter von 1,49 auf 1,19 Euro je Päckchen.

Zudem drücken die Discounter mit Abschlägen zwischen 15 und 25 Prozent, teil-weise sogar weit darüber, bei Milch- und Fleischerzeugnissen gehörig auf die Preisspirale nach unten.

Nachdem die Milcherzeugerpreise im November landesweit die 40-Cent-Marke überschritten haben, sei es jetzt „vordringlich und absolut erforderlich, dieses Er-zeugerpreisniveau zu stabilisieren, um die gestiegenen Kosten und die langjährig angehäuften Eigenkapitalverluste in den Milcherzeugerbetrieben auszugleichen und die Voraussetzungen für dringend nötige Ersatz- und Neuinvestitionen zu schaffen. Nur so können sich unsere Milcherzeuger längerfristig im härter wer-denden weltweiten Wettbewerb behaupten“, erklärt der Bauernpräsident.

„Wir fordern die Discounter und den gesamten Lebensmittelhandel auf, in dieser für die Landwirtschaft überlebenswichtigen Marktsituation mit dazu beizutragen, dass erreichte Milcherzeugerpreisniveau zu stabilisieren und auszubauen. Be-triebsanalysen zeigen, dass viele unserer Milcherzeuger gerade in benachteiligten Gebieten auch mit dem jetzigen Milchgeld noch nicht die notwendige Wettbe-werbsfähigkeit erreichen können“, weist Rukwied auf die jüngsten Betriebsergeb-nisse der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe hin.

Keinen Zweifel lässt der Bauernpräsident daran, dass die laufenden Verhandlun-gen der Molkereien mit dem Einzelhandel der schwierigen Situation vieler Milcher-zeugerbetriebe gerecht werden müssen. „Preissenkungssignale sind völlig fehl am Platze. Lebensmittel aus unserem Land sind mehr wert! Dieses Signal gilt es, auch vor Weihnachten und im neuen Jahr deutlich und unüberhörbar auszusen-den. Wer weiterhin hochwertige Milchspezialitäten aus Baden-Württemberg ge-nießen und anbieten will, kommt nicht umhin, auf die Vielfalt und den Geschmack heimischer Milcherzeugnisse und anderer Lebensmittel hinzuweisen und somit beim Verbraucher die Wertschätzung für Produkte aus unserem Land zu fördern“, unterstreicht Rukwied.


Aktuelle Fotos von Präsident Joachim Rukwied können Sie im Internet unter dem Menüpunkt „Presse“ auf www.lbv-bw.de herunterladen.

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06.02.2008

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